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Lothars alter Blog - der neue Blog ist jetzt hier zu finden: http://lotharf.wordpress.com/

Dieser Blog ist leider tot! Google hat ihn nämlich gesperrt; angeblich wegen eines (fälschlichen) Spam Verdachts. Allerdings sind sie anscheinend nicht fähig oder gewillt gewesen, den Fehler zu beheben! Ich habe dem Blog deshalb eine neue Heimstatt gegeben bei Wordpress. Die neue Adresse ist jetzt: http://lotharf.wordpress.com/

Samstag, 4. März 2006

Sicherheitportal Bürger Cert

Mit grossem Werbeaufwand und unter Anwesenheit unsers Bundes Innenministers wurde das Portal Bürger Cert gestartet. Der Anspruch: "Das Bürger-CERT informiert und warnt Bürger und kleine Unternehmen schnell und kompetent vor Viren, Würmern und Sicherheitslücken in Computeranwendungen – natürlich kostenfrei und absolut neutral." Veranstaltet wird es vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und von Mcert, Deutsche Gesellschaft für IT-Sicherheit. Bei letzterem Partner dürfte das Problem liegen, denn dieser ist eine Tochterfirma von Bitkom, des Verbandes der IT Branche. Also dürfte das Wort "Open Source" auf dieser Seite wohl ein Fremdwort bleiben und "neutral" muss wohl auch nicht so ernst genommen werden. Die Hauptseite zeigt erstaunlich wenig Information, anscheinend soll man den Newsletter abonnieren. Wenn man allerdings die Suche benutzt, bekommt man einige recht gute Informationen.
Unter "Hilftexte" findet man eine Anleitung "Windows Sicherheit in 5 Schritten". Diese interessiert mich natürlich und ich schau mir das näher an. Was steht drin?
1. Schritt: Firewall aktivieren
Es wird hier nicht etwa eine gute Firewall empfohlen, sondern man soll die eingebaute Windows Firewall aktivieren! Das darf doch nicht wahr sein!
2. Schritt: Virenscanner einsetzen
Gut! Es wird auch darauf hingewiesen, dass es kostenlose Virenscanner gibt.
3. Schritt: Automatische Updates aktivieren
Merke: Windows Updates sind wichtig und manchmal verdammt nötig! Aber die Automatik gehört abgeschaltet! Das fehlte noch dass Microsoft uns klammheimlich alles mögliche unterjubelt, ohne dass wir das merken. Was auf unsern Rechnern installiert wird, entscheiden immer noch wir; daher heisst er ja auch PC (Personal Computer) und nicht MEC (Microsoft Eigener Computer).
4. Schritt: Sicherungskopien anlegen
Der Hinweis ist schon richtig, Backups werden viel zu selten genacht. Jedoch kein Wort dazu, dass der beste Weg, seine persönlichen Daten vor der Vernichtung zu bewahren, der ist, sie gar nicht erst auf der Windows Partition abzuspeichern.
5. Schritt: Passwörter setzen
Empfohlen wird doch tatsächlich, ein Benutzer Passwort für Windows zu setzen. Das ist der grösste Witz, den die sich leisten. Warum, das brauch ich hier wohl nicht näher auszuführen.
Und das wars dann auch. Ende.
Ich finde diese sog. "Anleitung" ganz schlimm, weil sie dem Besucher der Seite ein trügerisches Gefühl der Sicherheit vorgaukelt, das er dadurch in Wirklichkeit gar nicht erreicht.

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